Sternenkinder - Benefizkonzert

Samstag, 28. Januar 2023 in Maria Steinbach

Sonntag, 29. Januar 2023 in Isny

„Fern bei den Sternen und doch so nah“

Zwei besondere Benefizkonzerte finden am 28. Januar um 19 Uhr in der Wallfahrtskirche in Maria Steinbach und am 29. Januar um 17 Uhr in der Kirche St. Maria in Isny statt.

Besonders ist zum einen die musikalische Gestaltung. Mit Laura Autenrieth, Raphaela Göppel-Zabler und Tatjana Göppel singen in den beiden Konzerten drei junge Stimmen ein vielseitiges Programm im Ensemble und solistisch. Neben klassischen Werken von A. Vivaldi und F. Mendelssohn Bartholdy kommen auch dreistimmige Frauenchöre von B. Chilcott, J. Rutter und E. Whitacre nicht zu kurz. Zudem werden auch Titel aus der Popmusik von Beyonce und E. Clapton zu hören sein. Begleitet werden die drei Sängerinnen von Christian Schmid am Klavier.

Besonders ist aber auch der Anlass des Konzerts. Im Mittelpunkt stehen neben der Musik die Sternenkinder.

Mit den Spenden der beiden Konzerte soll das Sternenkinder-Grab in Maria Steinbach und die Arbeit des Vereins „Salomons Weg e.V.“ Isny unterstützt werden.

Text: Ch. Schmid

Infokasten:
Informationen zum Verein Salomons Weg e.V. Isny: https://www.salomons-weg.de

Das Sternenkinder-Grab auf dem gemeindlichen Friedhof in Maria Steinbach gibt es seit 2006. Mit der Änderung des Bestattungsrechts zum 1.1.2006 wurde gesetzlich geregelt, dass tot geborene Kinder (Fehl- Früh- oder Totgeburten, auch Föten aus Schwangerschaftsabbrüchen) bestattet werden können und die Kommunen verpflichtet sind, eine entsprechende Grabstätte auszuweisen. Das nahmen Gemeinderätin Isolde Göppel und der damalige Wallfahrtspfarrer von Maria Steinbach P. Heinrich Mühlbauer zum Anlass, einen entsprechenden Antrag bei der Marktgemeinde Legau einzureichen. Daraus entstand ein interkommunales Projekt für den gesamten Illerwinkel, also für die Gemeinden Kronburg/Illerbeuren, Lautrach und Legau. Das Grabmal mit einer passenden Stele wurde auf dem Friedhof in Maria Steinbach errichtet. Auf ein religiöses Symbol wurde dabei bewusst verzichtet, denn es soll nicht nur katholischen und evangelischen Eltern, sondern Betroffenen jeder konfessionellen Bindung und ohne religiösem Bekenntnis gerecht werden. Eltern, die eine „glücklose Schwangerschaft“ erleben und kein eigenes Familiengrab besitzen, haben so die Möglichkeit, ihr Kind in einem speziellen Grab würdevoll zu beerdigen und das Kind muss kein Mindestgewicht mehr aufweisen, wie noch vor 1994. Üblicherweise geschieht die Bestattung anonym, je nach Wunsch mit oder ohne Priester, Namen werden nicht vermerkt. Die Eltern müssen nicht, können aber das Stückchen Erde auf dem Gräberfeld selbst gestalten. Offiziell obliegt die Pflege des Sternenkinder-Grabes der Marktgemeinde Legau.

Text: Isolde Göppel